Der Anzug

Der Anzug – Der Schnitt ist sehr wichtig!

Der Anzug ist immer noch die eleganteste Kleidung, die ein Mann tragen kann.
Jedoch sollten Schnitt, Farbe und Stoff passend zu Anlass, Tageszeit und Klima ausgewählt werden.

Der Schnitt ist der wichtigste Faktor. Er sollte natürlich sein, d. h. er sollte die Figur des Anzugträgers optimal zur Geltung bringen und nur bei Problemfiguren korrigierend eingreifen.

Die Jackenlänge sollte mit dem Gesäß abschließen oder 1-2 cm länger sein. Eine kürzere Jacke sieht leicht bubenhaft aus und eine zu lange Jacke lässt die Beine zu kurz erscheinen.

Die Hosenbeine sollten 1 cm über dem hinteren Absatz enden. Nicht mehr und nicht weniger. Der perfekte Fall der Hose ergibt sich so von alleine.

Der Zweiteiler ist heute der häufigste Anzug. Zwei oder drei Knöpfe, ein bis zwei Rückenschlitze, ein bis zwei Seitenschlitze und die Hose mit oder ohne Umschläge. Die Grundform kann variiert werden. Die Hosenform kann sich noch durch keine bis zwei Bundfalten unterscheiden und körpernah oder bequem geschnitten sein.

Der Zweireiher hat immer zwei Seitenschlitze, nie einen Rückenschlitz. Eine Jacke ohne Rückenschlitz sitzt nur im Stehen und wenn man nicht die Hände in die Hosentaschen steckt. Die Grundform hat sechs Knöpfe und zwei Schließknöpfe, wobei der unterste Knopf, sowie beim Einreiher und der Weste, immer offen bleibt.

Der gut geschnittene Anzug mit Weste ist von der Stange schwer zu bekommen.
Er sollte wegen der perfekten Passform nur auf Maß gefertigt werden.

Die wichtigsten Bestandteile:

Kragen: Verläuft rund um den Hals und ist mit dem Revers über eine nach unten zei-gende Spiegel- oder Crochetnaht verbunden.

Revers: Das vordere umgeschlagene Stück des Sakkos. Zeigen die Endpunkte des Revers nach unten, so spricht man von einem fallenden Revers. Zeigen die Reversspitzen nach oben, dann handelt es sich um ein steigendes Revers.

Brusttasche: Darin ist Platz für das Einstecktuch. Neben der Leistentaschen-Form gibt es noch aufgesetzte und Paspeltaschen. Man trägt das Einstecktuch klassisch zu einem Dreieck oder als Krone gefaltet.

Paspel: Ein längs gefalteter Streifen, der z.B. oberhalb von Taschenklappen oder Säumen sitzt.

Patte oder Klappe: Sie verdeckt die Tasche von oben.

Untertritt: Hiermit wird die untere Kante der Sakkofront beschrieben. Darauf befinden sich die Knöpfe.

Obertritt: Hiermit wird die obere Kante der Sakkofront beschrieben. Darin sind, zu den am Untertritt liegenden Knöpfen, die dazugehörigen Knopflöcher.

Ärmelsaum: So wird die umgenähte Stoffkante am Ende des Ärmels genannt.

Saumabstich: Die Enden von Ober- und Untertritt sind hier abgerundet. Es gibt auch eckige und angeschrägte Saumabschnitte.

Jackenformen:
2-Knopf Paspelta¬schen 3-Knopf, schräge Pattenta-schen,mit Billettasche 3-Knopf aufgesetzte Ta-schen
2-reihig, 6-Knopf,
2-Schließknöpfe, Pattentaschen 2-reihig, 6-Knopf, 1-Schließknopf,
Paspeltaschen 2-reihig, 4-Knopf
Paspeltaschen
1-Knopf, Smoking mit Schalkragen 1-Knopf, Smoking mit Spitzfacon

Hosenformen:
2-Bundfalten Paspeltaschen 1-Bundfalte Stecktaschen Ohne Bundfalten Smokinghose mit Galon

Westenformen:
Klassische Weste,
6-Schließknöpfe Hochgeschlossen,
7-Schließknöpfe Frackweste Cutweste

Der Gehrock oder Sakkomantel:
1-reihig, 3-Knopf, schräge Pattentaschen,
gerader Kantenabstich, Rückenschlitz 2-reihig, 3-Schließknöpfe,
ohne Blindknopfpaar